Was habe ich bei der AirBnB Vermietung mit der Steuer zu tun?

Städtetrips und Kurzurlaube in attraktiver Umgebung machen das Leben so richtig schön: Teilen Sie Ihr Heim mit Gästen oder nutzen Sie Broker Plattformen wie Airbnb, gibt es aber aus steuerlicher Sicht Einiges zu beachten. Wir helfen Ihnen dabei alles legal abzuwickeln und vermeiden ein böses Erwachen!

Zunächst das Wichtigste:

Privatzimmervermieter und -vermieterinnen müssen sich mit Gewerbe- und Steuerbehörden auseinandersetzen; klar, dass das Finanzamt in Zeiten zunehmender Beliebtheit von Airbnb immer genauer hinschaut: Vor allem mit der Einkommen- und Umsatzsteuer aber auch über die Ortstaxe erhofft sich der Staat Geld. Ob Sie zahlen müssen, hängt konkret von den Umständen ab. Hier ein Erstüberblick:

Umsatzsteuer

Umsatzsteuerpflicht besteht nur dann, wenn Ihre Einnahmen die Kleinunternehmergrenze, das sind € 30.000 im Jahr, übersteigen. Ansonsten müssen Sie Ihren Gästen keine Umsatzsteuer verrechnen. In Österreich liegt der aktuelle Steuersatz für Beherbergungserlöse bei 13 %.

Auf die Airbnb-Servicegebühr (3% des Unterbringungspreises) wird immer Umsatzsteuer aufgeschlagen. Diese wird dem Gast aber direkt von Airbnb berechnet und richtet sich nach dem lokalen Steuersatz in jenem Land, in dem der Gast seinen Wohnsitz hat.

Über die Rechnungslegung brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen: Sobald eine Airbnb-Buchung zustande kommt, wird dem Gast eine Rechnung mit ausgewiesener USt bereitgestellt.

Rechnung und Aufzeichnungspflichten

Wickelt nicht die Onlineplattform Rechnungslegung und Zahlung ab, müssen Sie sich wohl oder übel – unabhängig von der Umsatzsteuerpflicht – selbst um alles kümmern und sich auch mit den Regelungen zur Registrierkasse auseinandersetzen.

Als Kleinunternehmerin oder Kleinunternehmer müssen Sie keine Umsatzsteuererklärung abgeben. Im Einzelfall kann dies aber trotzdem sinnvoll sein: Informieren Sie sich!

Jedenfalls müssen Sie aber Über Ihre Einnahmen und Ausgaben genau Buch führen und die Regelungen der Bundesabgabenordnung beachten. Wie das einfach und sicher geht, zeigen wir Ihnen mit unserer Lösung MYbooks.

Einkommensteuer

Anders als bei der Umsatzsteuer müssen Ihre Einnahmen aus der privaten Unterkunftsvermietung – genauso wie Ihr Arbeitslohn – der Einkommensteuer unterzogen werden. Das bedeutet zwar noch nicht, dass eine tatsächliche Steuerzahlung auf Sie zukommt; das Finanzamt muss aber in jedem Fall über Ihre Tätigkeit informiert werden und Sie müssen Ihre Einkünfte offenlegen. Dabei können Sie Ausgaben geltend machen, weshalb der korrekten Aufzeichnung der Geschäftsfälle besondere Bedeutung zukommt.

In Österreich darf jeder Arbeitnehmer bis zu 730 € im Jahr steuerfrei dazuverdienen; man spricht hier vom Veranlagungsfreibetrag. Sind Sie nicht angestellt, gelten Sonderregelungen; sind Sie selbständig tätig, informieren Sie jedenfalls Ihren Steuerberater über Ihre Airbnb Aktivitäten.

Offenlegungspflichten in Österreich

Airbnb zeichnet alle Ihre Einnahmen auf und ist als US-amerikanisches Unternehmen auch verpflichtet Daten an die Österreichischen Steuerbehörden weiterzugeben. Deshalb sendet Ihnen Airbnb auch ein Steuerformular zu bzw. zeigt Ihnen jederzeit eine Übersicht über Ihre Einnahmen im Airbnb Account.

Unabhängig davon, ob Ihnen von Airbnb ein solches Formular zugesandt wird, liegt es immer in Ihrer Verantwortung, zu bestimmen, welche Beträge als steuerpflichtiges Einkommen in die Einkommensteuererklärung aufgenommen werden.

Airbnb behält Zahlungen ein?

Aufgrund der strengen Rechtslage in den USA prüft Airbnb auch, ob Sie in den USA steuerpflichtig sind: Gibt es hier Anhaltspunkte behält Airbnb 28% Ihrer Einnahmen ein und führt diese an die Steuerbehörde IRS ab. Gehen Sie daher auf mögliche Rückfragen zur Steuergestaltung offen zu um Zweifel zu vermeiden.

Ortstaxe

Ortstaxen, auch oft als Belegungssteuern bezeichnet, werden auf den Unterbringungspreis erhoben und sollen helfen die Tourismus-Infrastruktur zu finanzieren. Rechtsgrundlagen der Ortstaxen sind Landesgesetze, was je nach Bundesland unterschiedliche Zuständigkeiten, Abläufe und schließlich unterschiedliche Höhen (in Wien zum Beispiel für Kleinunternehmer 3,2%) bedeutet.

Gemeinsam ist den Bundesländern, dass Sie sich bei den Behörden im Vorfeld anmelden und die vom Gast eingehobenen Ortstaxen monatlich abliefern müssen. In Wien ist etwa die MA 6 zuständig, bei der Sie ein online Konto für die laufende Abwicklung eröffnen können.

Erheben Sie die Ortstaxen nicht vom Gast, bleiben Sie wirtschaftlich auf diesen sitzen und müssen selbst die entsprechende Summe an die Gemeinden abliefern: bei Airbnb können Sie die Belegungssteuer entweder Ihrem Gastgeberangebot hinzufügen oder Ihre Gäste ersuchen, sie persönlich zu zahlen. In beiden Fällen müssen die Gäste bereits vor der Buchung über den genauen Steuerbetrag Bescheid wissen.

In einigen Gemeinden hat sich Airbnb mit den Regierungsbehörden geeinigt, im Namen der Gastgeber Ortstaxen zu erheben und abzurichten. Ob Ihr Standort davon betroffen ist, können Sie im Rahmen der Verwaltung Ihres Inserats online einsehen. Ansonsten liegt die Verantwortung über die Weitergabe der Belegungssteuern bei Ihnen als Gastgeber.

Unser Airbnb Paket

Welche Vorschriften müssen Sie einhalten um nicht am Ende eine dicke Rechnung von der Steuer zubekommen. Generell kann – obwohl in Österreich wohl mehr Sonderregelungen als Grundsätze greifen – wohl in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle von einer Meldepflicht an das Finanzamt ausgegangen werden. Wir erledigen für Sie diesen Pakpierkram!

  1. Wir prüfen Ihre Betroffenheit!
  2. Wir nehmen die notwendigen Meldungen vor!
  3. Wir zeigen Ihnen, was „absetzbar“ ist!
  4. Wir helfen bei der Aufzeichnung!
  5. Wir erstellen die Airbnb Steuerrklärung!

Die Zeiten als Airbnb Vermietungen „steuerfrei“ waren sind vorbei. Immer schärfer stehen Onlineanbieter unter Druck Daten herauszugeben, was wiederum Vermieter unter Druck setzt. Da Ihre Einnahmen gerade bei Online Buchung immer nachvollziehbar bleiben, achten Sie auf eine korrekte Aufzeichnung vor allem auch Ihrer Ausgaben. Was Sie steuerlich geltend machen können, darüber informieren wir Sie konkret.

Einen Überblick bietet unser ABC der Werbungskosten. Die Aufzeichnung der Ausgaben besorgen Sie am Besten mit MYbooks: einfach und sicher.

Informieren Sie sich unverbindlich und kostenlos. Wir stellen für Sie ein Paket zusammen.

Linksammlung

Infos zur Ortstaxe in Wien
Infos zur Nächtigungstaxe in Niederösterreich

Achtung: Diese Information dient als Erstinformation und ersetzt keinesfalls die fachkundige Beratung eines Steuerberaters.